Technologie- und
Gründerzentrum Ilmenau

Rückblick – Vortragsabend – Energie

„Thür auf – Innovation im Dialog“ – Vortragsabend zur Energiewende im TGZ Ilmenau

Was macht einen guten Vortragsabend aus, an dem man unerwartete Einblicke und neue Erkenntnisse gewinnen kann? Zunächst einmal das Thema, das interessant und relevant sein sollte. Dazu die ReferentInnen, die fundierte Fragestellungen und klare Ergebnisse präsentieren. Und nicht zuletzt das Publikum, das mit klugen Fragen und respektvollem Umgang für einen fruchtbaren Wissensaustausch sorgt. Genau diese, nahezu perfekte Konstellation hat am 18.12.25 im TGZ einen großartigen Abend ermöglicht.

Foto: R. Horn

Das Thema „Die Windrad-Lüge – Verschwörungstheorien in der Energiewirtschaft“ hatte kurz vor Weihnachten etwa 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger ins TGZ gelockt, die gespannt den Vorträgen lauschten. Dr. habil Dorothee Arlt referierte aus den Forschungsergebnissen des Instituts für Medien und Kommunikation an der TU Ilmenau und konnte anhand der gesammelten Daten zeigen, dass Verschwörungsglaube und die Nutzung von unterschiedlichen Informationsmedien in einem engen Zusammenhang stehen. Professor Dr.-Ing. Viktor Wesselak, Professor für Regenerative Energiesysteme, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung an der Hochschule Nordhausen, präsentierte seine aktuellen und hochinteressanten Hochrechnungen für die Energienutzung und die dafür benötigte Energieerzeugung in Thüringen bis ins Jahr 2045. Dabei konnte er vorrechnen, dass die derzeit avisierte Flächennutzung für Windkraft zum bestmöglichen Strompreis für Verbraucher führt.

Die anschließende Podiumsdiskussion, in der sich die beiden Referenten den Fragen des Publikums stellten, wurde erweitert und bereichert durch Felix Schmigalle, den Klimaschutzmanager des Ilmkreises. Dank gezielter Fragen aus dem Publikum konnte er den Aspekt der regionalen Wertschöpfung ergänzen: Durch Stromerzeugung vor Ort und eine erhöhte Bürgerbeteiligung, die mit Windkraft möglich ist, kann Thüringen volkswirtschaftliche Wertflüsse, die aktuell durch den Einkauf von Kraftstoffen und Energieträgern auf den Weltmarkt abfließen, im Land halten und damit die regionale Wirtschaft und den Wohlstand der Bevölkerung stärken.

Nach knapp zwei Stunden mit Impulsvorträgen und interessanten Fragen lud der Gründerforum e.V. die Gäste noch zu einem Imbiss und vorweihnachtlichen Umtrunk ein. Trotz des umstrittenen Themas klang der hochinteressante Abend in entspannter Atmosphäre aus und das Publikum konnte mit neuen Erkenntnissen den Heimweg antreten. Und auch der nächste Vortragsabend verspricht, wieder spannend zu werden: Am 15. Januar 2026 laden das Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau und der Gründerforum e.V. zum Austausch über internationale Fachkräfte und ihre Bedeutung für die Thüringer Wirtschaft ein.